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Workshop "Aufbruch in neue Netzwelten"

Netzförderung – Jeder kocht sein eigenes Süppchen

Auf einem guten Weg. Die Förderung von Praxisnetzen läuft an. (© Beboy - Fotolia.com)

Die Förderung von Ärztenetzen nach § 87 b SGB V geht voran. Seit 1. Mai ist die KBV-Rahmenvorgabe für die Anerkennung von Praxisnetzen in Kraft, die Netzen die Tür zur finanziellen Förderung durch ihre Kassenärztliche Vereinigung (KV) öffnet. Doch die Umsetzung in den einzelnen KVen gestaltet sich sehr heterogen. Sie reicht von der Unterstützung mit Know-how bis hin zu großzügiger finanzieller Förderung der Netze, so das Fazit des Workshops „Aufbruch in neue Netzwelten – Wie Förderung und neue Konzepte die Versorgung verändern“.

Für die KV Westfalen-Lippe komme keine Umverteilung aus der Gesamtvergütung und somit auch keine finanzielle Förderung in Frage, berichtete deren Geschäftsführer Unternehmensentwicklung, Thomas Müller. Zertifizierte Netze würden jedoch bei Vertragsverhandlungen unterstützt. Das Interesse der Praxisnetze in Westfalen-Lippe ist mit vier Anträgen und fünf Anfragen noch überschaubar. Müller schätzt, wie viele seiner Kollegen auch, die Zahl der förderungswürdigen Netze auf 50 bis 60 bundesweit.

Der Beschluss zur Umsetzung der Rahmenvorgabe steht in der KV Bayerns (KVB) noch aus. Erst im März 2014 wird die Vertreterversammlung über die Richtlinie abstimmen. In Bayern wurde die KBV-Rahmenvorgabe inhaltlich konkretisiert, erklärte Fabian Demmelhuber, Leiter des Referats Versorgungskonzepte und Zusatzverträge bei der KVB. In diesem Zusammenhang habe es einen kontinuierlichen Austausch mit Vertretern von Praxisnetzen, Landesärztekammer und der Agentur deutscher Arztnetze, dem Gastgeber des Workshops, gegeben, betonte Demmelhuber.

Anerkannte Praxisnetze in Schleswig-Holstein erhalten nicht nur Unterstützung beim Abschluss von Selektivverträgen, sondern können Fördergelder von 100.000 Euro pro Netz und Jahr beantragen. Finanziert wird die Förderung über einen Sicherstellungsfonds. Hagen Franke von der KV Schleswig-Holstein berichtete von großem Interesse seitens der Netze. Mitnahmeeffekte seien nicht zu erwarten, da die Netze einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen und Rechenschaft über die Verwendung der Gelder ablegen müssten. 

Für die Kassenärztliche Bundesvereinigung habe sich zunächst die Frage gestellt: „Wann ist ein Netz ein Netz im Sinne der Förderungswürdigkeit“, berichtete Dr. Susanne Armbruster, Abteilungsleiterin Flexible Versorgungsformen bei der KBV. Denn der Status quo der Netze reiche von Qualitätszirkeln über genossenschaftliche Zusammenschlüsse bis hin zu indikationsbezogenen Netzen. Mit der Netzförderung wolle man die wohnortnahe Versorgung durch Patientenzentrierung stärken, die kooperative Berufsausübung fördern und die Effizienz verbessern. Mit der Förderung von Netzen komme man auch der nachwachsenden Medizinergeneration entgegen, denn für diese sei die Einzelpraxis keine berufliche Perspektive mehr. Armbruster erläuterte ferner, dass die KBV von den Netzen eine jährliche Berichterstattung zur Umsetzung der Rahmenvereinbarung erwarte. Der erste Bericht ist voraussichtlich 2015 fällig. 

Dr. Veit Wambach, Vorstandsvorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze, wies nachdrücklich darauf hin, dass die Netze eine solche Chance auf Anerkennung so schnell nicht wieder bekommen werden. „Für die Netze ist diese Entwicklung ein großer Erfolg. Von größter Bedeutung wird es jetzt sein, dass möglichst viele Netze Anträge auf Anerkennung gemäß der Richtlinien der KBV stellen und KVen, möglichen Kooperationspartnern und Politik aufzeigen, wie dringend dann auch eine Förderung ist."

Hier gelangen Sie zur Pressemeldung zum Ergebnis des ersten Veranstaltungsteils.

Präsentationen zum Download

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Vortrag Dr. Veit Wambach (ADA) 1270 KB Download
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Vortrag Dr. Susanne Armbruster (KBV) 1477 KB Download
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Vortrag Thomas Müller (KVWL) 899 KB Download
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Vortrag Fabian Demmelhuber (KVB) 635 KB Download
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Vortrag Sonja Laag (Barmer GEK) 642 KB Download
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Vortrag Frank Meyer (KVWL) 1184 KB Download
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Programm "Neue Versorgungswelten" 424 KB Download