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Kongress für Gesundheitsnetzwerker: ADA-Mitgliedsnetze mit innovativen Projekten vertreten

Prof. Joachim Szecsenyi vom AQUA-Institut stellte das Innovationsfonds-Projekt ARena vor (Foto: SeeSaw Agency | Jule Halsinger)

„Vernetzung: Weiterdenken“ – unter diesem Leitspruch fand am 29. und 30. April der diesjährige Kongress für Gesundheitsnetzwerker statt. Auch bei der zwölften Auflage waren wieder zahlreiche Akteure aus den Mitgliedsnetzen der Agentur deutscher Arztnetze (ADA) im Einsatz, um den Austausch zur Zukunft der Gesundheitsversorgung weiter voranzubringen.

Spannende Projekte aus ihren Netzen stellten beispielsweise Dr. Thomas Schang vom Ärztenetz Eutin-Malente und Constanze Liebe vom Ärztenetz Lippe vor. Dr. Schang berichtete über die Messung von Qualitätsindikatoren im Ärztenetz. Zwar seien die Anforderungen an Qualität einheitlich; jedoch sei der Fokus lokal, da jede Region ihre spezifischen Probleme hätte. Durch die Messung von Qualitätsindikatoren ergäbe sich die Möglichkeit der lokalen Priorisierung und gemeinsamen Umsetzung von Maßnahmen zu einer Verbesserung in der Versorgung.

Constanze Liebe stellte die im Ärztenetz Lippe entwickelte „App zum Doc“ vor. Mit der App soll die Kommunikation zwischen Arzt und Patient aber auch zwischen Anbietern von Gesundheitskursen im Ärztenetz Lippe und ihren Teilnehmern verbessert und modernisiert werden. Für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient soll dies eine Entlastung des Personals durch die Umstellung von Telefon auf die App bringen, da eine zeitliche Verlagerung der Kommunikation erreicht wird. Zudem soll mit der App ein sicherer mobiler Datenaustausch gewährleistet werden. Constanze Liebe erklärte, dass die „App zum Doc“ im Ärztenetz Lippe bereits im Betrieb sei. Die Reaktionen der Patienten seien positiv, viele würden das neue Kommunikationsangebot loben.

Dass Ärztenetze Brutstätten für innovative Versorgungsideen sind, zeigte sich auch bei der Vorstellung der Innovationsfondsprojekte. Durch ihre Mitwirkung bei ARENA – Antibiotika-Resistenzen nachhaltig abwenden und INVEST Billstedt/Horn sind gleich mehrere ADA-Netze an Projekten beteiligt, die eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgung hervorbringen sollen.

Dabei geht es bei ARENA um den leitliniengerechten Einsatz von Antibiotika in Praxen niedergelassener Ärzte bei bestimmten Erkrankungen, um die Entstehung von Resistenzen einzudämmen. Hier nehmen 14 Arztnetze aus Bayern und Nordrhein-Westfalen teil. Mit dem Projekt INVEST Billstedt/Horn soll exemplarisch am Beispiel des Hamburger Ostens getestet werden, wie man den Gesundheitsstatus der Bevölkerung in sozial benachteiligten Stadtteilen verbessern und den Einsatz vorhandener Ressourcen optimieren kann. Das Projekt wurde von der OptiMedis AG entwickelt.

Dass die Patienten das Engagement der Netzpraxen durchaus zu schätzen wissen, zeigte der Health-Care-Management-Masterand der Hochschule Niederrhein Krefeld Mamun Fazel, der sich in seiner Abschlussarbeit mit dem Thema „Arztnetz versus Einzelpraxis: Wie zufrieden ist der Patient?“ beschäftigt hatte. Für diese Arbeit hatte Fazel die Ergebnisse einer Zufriedenheitsanalyse der Berlin Chemie AG in sieben Arztnetzen Daten einer eigenen Erhebung in Hausarztpraxen gegenübergestellt. Im Ergebnis hatte er feststellen können, dass Patienten in Einzel- als auch Netzpraxen hochzufrieden, tendenziell aber zufriedener in Netzpraxen sind.