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Leipziger Gesundheitsnetz – Pflegeheimprojekt „Domizil am Ostplatz in Leipzig“

Projektbeschreibung
Durch die frühzeitige Zusammenarbeit mit dem Pflegeheimbetreiber gelang es bereits in der Planungsphase des Neubaus spezielle Aspekte bei der stationären Versorgung geriatrischer Patienten aus ärztlicher Sicht mitzugestalten.

Zum 01.01.2013 startete das neue Versorgungsprogramm „Pflegeheim PLUS Sachsen“ in ausgewählten Pflegeeinrichtungen mit dem Ziel, auf der Basis eines Versorgungsverbundes die Lebens- und Betreuungsqualität für Bewohner von vollstationären Pflegeeinrichtungen zu erhöhen. Gesetzliche Grundlage dafür bildet der § 73a SGB V (Strukturvertrag) zwischen der KV Sachsen und der AOK PLUS.

Projektziele
Angesichts der demografischen Entwicklung ist es dringend geboten, neue Konzepte zu schaffen und anzubieten. Das Versorgungsprojekt des LGN möchte durch eine verbesserte Steuerung und Koordination die ärztliche Versorgungseffizienz und -qualität im Pflegeheim steigern. Im Rahmen einer Evaluation wird dies statistisch erfasst, angepasst sowie wissenschaftlich ausgewertet.

Projektziele für Heimbewohner:

  • Qualitativ hochwertige medizinische Versorgung
  • Verbleib in gewohnter Umgebung
  • Erhalt oder Steigerung der Lebensqualität

Projektziele für medizinische Leistungserbringer und Pflegekräfte:

  • Effizienzsteigerung für Ärzte (Faktor Zeit)
  • Verbesserung der Versorgungsqualität durch interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Sektoren
  • Erhöhung der Behandlungssicherheit und des Qualifikationsniveaus des Pflegepersonals durch regelmäßige Schulungsmaßnahmen
  • Steigerung der Arbeitszufriedenheit von Ärzten und Pflegepersonal

Projektziele für Kostenträger:

  • Vermeidung von Unter-, Über-, Fehlversorgung und damit entstehende (Zusatz-) Kosten
  • Kosteneinsparungen (z.B. Reduktion „unnötiger“ Medikamente, Krankentransporte und stationärer Aufenthalte)

Maßnahmen zur Umsetzung des Versorgungskonzeptes
Die Voraussetzung zur Umsetzung des Versorgungskonzeptes ist der Ausbau des lokalen integrierten Versorgungsnetzes in Leipzig zwischen den Haus- und Fachärzten des Leipziger Gesundheitsnetzes e.V. vertreten durch die Leipziger Gesundheitsnetz Management GmbH, dem Pflegeheimbetreiber hesena Care GmbH sowie deren Partner-Apotheke.

Zur Umsetzung der Projektziele dienen folgende Maßnahmen:

  • Feststehendes Hausärzteteam, kooperierende Fachärzte sowie Therapeuten aus dem LGN
  • Hausärztliche Visiten zu festen wöchentlichen Terminen
  • Wechselnde erweiterte Rufbereitschaft an 7 Tagen sowie gegenseitige Vertretungen
  • Einsatz eines Tablet-PCs für effiziente Bettvisite
  • Einheitliche Dokumentation in Arztpraxisverwaltungssystem über dezentrale EPA
  • Vor-Ort-Betreuung im eigenen Besprechungsraum
  • Interaktionsprüfung der verordneten Medikamente bei Polypharmakotherapie
  • Leitlinienorientierte Arbeit nach Netz-Behandlungspfaden
  • Erhebung von Versorgungsdaten, z.B. zu Demenz, Depression, Schmerz, Sturz
  • Implementierung eines Aufnahmemanagements im PH
  • Einbindung des privaten Umfeldes der Patienten (Familie, Freunde u.a.) zur Zielerreichung
  • Schulung des Pflegepersonals zu den häufigsten medizinischen Indikationen
  • Ausbau der sektorenübergreifenden Kooperation mit einem Leipziger Partner-Krankenhaus (mit Akutgeriatrie und geriatrischer Tagesklinik)

Zeitlicher Rahmen und zusammengefasste Projektphasenbeschreibung
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in drei Phasen:

A Planungsphase: bis 30.07.2012
B Umsetzungsphase und Datenerhebung: 01.08.2012 – 31.12.2014
C Auswertungsphase und Veröffentlichung: 01.01.2015 – 30.06.2015

Nachhaltigkeit der vernetzten Versorgung
Die Involvierung des Pflegeheims „Domizil am Ostplatz“ begünstigt nicht nur die Schaffung arbeitsentlastender Rahmenbedingungen für Pflegende und Ärzte, sondern unterstützt darüber hinaus die langfristige Qualitätssicherung der Heimversorgung, wie z.B. durch Erweiterung der FA-Betreuung oder Implementierung von verbindlichen Behandlungsleitlinien.

Die Sicherung eines hohen Niveaus in Pflege und Betreuung ist eine gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten. Die Einrichtung flächendeckender Netzwerkstrukturen aus ambulanten und stationären medizinischen, rehabilitativen und pflegerischen Einrichtungen erfolgt seit einigen Jahren durch eine enge Kooperation und Kommunikation zwischen dem LGN und dem geriatrischen Netzwerk „GeriNet Leipzig“. Die Ärzte des Leipziger Gesundheitsnetzes unterstützen im Rahmen der gebildeten interdisziplinären Arbeitsgruppe die Kollegen des „GeriNet Leipzig“ bei der Definition von Schnittstellen (ambulant/stationär) und Erarbeitung und Implementierung von Behandlungspfaden zur Versorgung geriatrischer Patienten. Welche Erkenntnisse sich aus der Versorgung von Pflegeheimpatienten für den Aufbau ambulanter geriatrischer Versorgungsstrukturen nutzen lassen, z.B. im Rahmen des Aufbaus von Spezialambulanzen, soll überprüft werden.

Weitere Informationen unter:

Kontakt
Leipziger Gesundheitsnetz Management GmbH
Sandra Kemerle | Projektmanagement
E-Mail: sandra.kemerle [at] gesundheitsnetz-leipzig.de
Web: www.gesundheitsnetz-leipzig.de