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Ärztenetz Eutin-Malente – Cura-Heimarztprojekt

© drubig-photo - Fotolia.com

Bereits 2012 wurde mit dem Cura Seniorenzentrum Ahrensbök eine Vereinbarung zur koordinierten hausärztlichen Versorgung geschlossen. Die Versorgung von Patienten im Pflegeheim ist für viele niedergelassene Ärzte mit einem hohem Abstimmungsbedarf und Zeitaufwand verbunden. In Pflegeheimen werden zudem immer mehr schwerkranke Patienten versorgt, die früher im Krankenhaus behandelt wurden.

Die einfache aber wirkungsvolle Idee ist, die Heimbesuchstätigkeiten und Anforderungen an im Heim tätige Ärzte besser zu koordinieren und die Qualität der Versorgung durch enge Absprachen mit dem Heimpersonal zu steigern. Die teilnehmenden Ärzte betreuen nun seit Juli 2012 „ihre“ Patienten im Cura-Seniorenzentrum Ahrensbök zu einer festen Zeit, z.B. immer montags. Dabei werden dann auch alle anstehenden Maßnahmen mit dem Pflegepersonal gemeinsam besprochen.

Das Heimarztprojekt hat die Versorgung nachhaltig verbessert, weil mehr Zeit zur Abstimmung mit dem Pflegepersonal bleibt und regelmäßige Schulungen in Form von Lehrvisiten, gemeinsamen Qualitätszirkeln und Fortbildungen stattfinden. Der ärztliche Notdienst kann durch besser strukturierte Dokumentation besser mit Informationen versorgt werden. Visitenabsprachen, Einteilung der Lehrvisiten, Qualitätszirkel und Fortbildungen sowie die regelmäßigen Evaluationstermine und die Vertragsabrechnung werden von der GöH GmbH, der für das Ärztenetz Eutin-Malente zuständigen Managementgesellschaft, gewährleistet.

Damit lassen sich unnötige und für die Patienten belastende Krankenhauseinweisungen vermeiden. Das belegen auch die Erhebungen der Cura-Gruppe: die mittlere Abwesenheitsquote der Bewohner aufgrund von Krankenhausaufenthalten hat sich nach Start des Projektes um 60 % reduziert (Betrachtung eines 18 Monats-Zeitraums). Eine Befragung der Projektbeteiligten Ende 2013 zeigte eine hohe Zufriedenheit mit dem Projekt.

Für den zeitlichen Mehraufwand durch das Projekt, der über die eigentliche Patientenversorgung hinausgeht, werden die Ärzte vom Träger des Seniorenzentrums honoriert. Das Pflegepersonal erhält durch die regelmäßigen Lehrvisiten eine kostengünstige und qualifizierte Fortbildung.

Die Bewohner und die Angehörigen werden über diese Möglichkeit der ärztlichen Betreuung informiert. Alle lokalen Hausärzte nehmen teil. Der Heimträger verzeichnet seit Start des Projektes eine deutliche Steigerung der Belegung, die er wesentlich auf das Projekt zurückführt.

Mehr Informationen: www.aerztenetz-eutin.de