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Positionen

Praxisnetze zählen zu den Innovationsmotoren des deutschen Gesundheitswesens. Was notwendig ist, um die koordinierte Patientenversorgung in den Regionen weiter zu stärken, hat die Agentur deutscher Arztnetze in ihrem Grundsatzprogramm zur Bundestagswahl 2017 formuliert.

Stellungnahmen

Als Interessenvertreter der Praxisnetze und Gesundheitsverbünde in Deutschland äußert sich die Agentur deutscher Arztnetze zu Gesetzesinitiativen und gibt zu den Entwürfen eigene Stellungnahmen ab.

Innovative Netzprojekte

Ärztenetze sind Brutstätten für innovative Versorgungsideen. Hier werden Projekte entwickelt, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Patienten mit neuen Techniken und Therapien eingehen. Unter der neuen Rubrik "Projekte aus den Netzen" zeigen die Mitgliedsnetze, welche Lösungen sie entwickelt haben. 

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Agentur deutscher Arztnetze zu ePatientenakte, eFallakte und eGesundheitsakte: Gut abwägen

Berlin, 13. März 2019 - Angesichts aktueller Diskussionen um die Einführung einer verbindlichen elektronischen Patientenakte empfiehlt die Agentur deutscher Arztnetze, bei der Entwicklung zukünftiger Lösungen nicht nur auf eine allumfassende ePatientenakte zu setzen.

So plädiert die Agentur dafür, auch kleinere eFallakten mit fallbezogener, zeitlich begrenzter Datenspeicherung in einem sicheren Intranet zu nutzen, die in den Händen der Behandler liegen sollten.„Durch den Zusammenschluss verschiedener Leistungserbringer in sektorenübergreifenden Gesundheitsnetzen wird eine Grundlage für den sicheren Austausch medizinischer Daten im Rahmen koordinierter Behandlungskonzepte geschaffen“, erklärt Dr. Thomas Schang, Vorstandsvorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze e.V. Gesundheitsnetze brauchen sichere und dennoch unkomplizierte Lösungen, die auch für innovative, anwenderorientierte Konzepte sektorenübergreifend und kostengünstig zur Verfügung stehen.

Anders als eFallakten bieten ePatientenakten die dauerhafte Speicherung sämtlicher medizinischer Daten sowie die Nutzung durch eine große Zahl von Leistungserbringern und Verwaltung per Smartphone auch durch Patienten. „Damit bieten elektronische Patientenakten ohne Zweifel interessante Möglichkeiten im Sinne umfangreicher Nutzungen und auch zur Auswertung von Big Data. Gleichzeitig erfordern solche Akten aber einen sehr hohen, aufwendigen Sicherheitsstandard. Deshalb sollten derartige ePatientenakten ausschließlich in einem öffentlich rechtlichen Rahmen wie in der gematik konzipiert werden und einer ständigen staatlichen Sicherheitskontrolle unterliegen“, so Schang weiter.

Bei der Konzeption der ePatientenakte sollte die große Expertise der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Interoperabilität durch Zertifizierung von Praxissoftware und Anwendungen der IT-Infrastruktur, wie dem eArztbrief, genutzt werden. „Es ist auch darüber nachzudenken, ob elektronische Patientenakten aus Gründen der Sicherheit und der Verlässlichkeit nicht ausschließlich in der Kontrolle von medizinischen Leistungserbringern bleiben sollten“, so Thomas Schang. „Auch wenn das leicht als paternalistisch und politisch inkorrekt missverstanden werden kann.“

Sorgfältig zu unterscheiden sind eFallakten und ePatientenakten von eGesundheitsakten. Diese oft privatwirtschaftlich entwickelten und gesponserten Akten unterliegen der Verwaltung durch Patienten und enthalten neben medizinischen auch Wellnessdaten und Serviceangebote für Patienten wie auch für behandelnde Ärzte, die durchaus auch steuernden Charakter haben können. Der Sicherheitsstandard von Gesundheitsakten ist unterschiedlich. Letztlich würde die Verantwortung für den Umgang mit Gesundheitsdaten dem Patienten überlassen.

Bereits jetzt existieren eFallakten, ePatientenakten und eGesundheitsakten nebeneinander als Teil eines marktwirtschaftlichen Gesundheitssystems. „Patienten und Ärzte werden sich eine Meinung dazu bilden müssen, welche Systeme in welchem Rahmen sinnvoll nutzbar sind und welchen Nutzen sie für wen haben“, so Thomas Schang abschließend.

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Seit 2013 können die Kassenärztlichen Vereinigungen Praxisnetze als solche anerkennen. Die Agentur deutscher Arztnetze führt eine Übersicht zum Stand der Anerkennung in Deutschland.

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