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Positionen zur Bundestagswahl 2017

Praxisnetze zählen zu den Innovationsmotoren des deutschen Gesundheitswesens. Was notwendig ist, um die koordinierte Patientenversorgung in den Regionen weiter zu stärken, hat die Agentur deutscher Arztnetze in ihrem Grundsatzprogramm zur Bundestagswahl 2017 formuliert.

Innovative Netzprojekte

Ärztenetze sind Brutstätten für innovative Versorgungsideen. Hier werden Projekte entwickelt, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Patienten mit neuen Techniken und Therapien eingehen. Unter der neuen Rubrik "Projekte aus den Netzen" zeigen die Mitgliedsnetze, welche Lösungen sie entwickelt haben. 

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ADA-Mitglieder werben für den Leistungserbringerstatus

Kiel, 23. Januar 2018 - Bereits zum neunten Mal fand am 17. und 18.01.2018 der Kongress „Vernetzte Gesundheit“ in Kiel statt. Unter den Referenten und Teilnehmern waren auch in diesem Jahr zahlreiche Mitglieder der Agentur deutscher Arztnetze.

Markus Knöfler, Geschäftsführer der Praxisnetz Herzogtum Lauenburg Management GmbH beim Kongress "Vernetzte Gesundheit" in Kiel (Foto: Hans-Jürgen Wiedl)

Bereits vor offiziellem Kongress-Start ging es in einem Pre-Workshop um das Thema „Arztnetze und Leistungserbringerstatus“, in dessen Rahmen unter anderem ADA-Vorstandsmitglied Dr. Carsten Jäger sowie Markus Knöfler, Geschäftsführer der Praxisnetz Herzogtum Lauenburg Management GmbH einen Vortrag hielten und für den Leistungserbringerstatus für Arztnetze warben.

Dr. Carsten Jäger: „Als Mitglied der Agentur und Geschäftsführer von zwei Arztnetzen setze ich mich konsequent für die Erlangung des Leistungserbringerstatus für Ärztenetze ein. Dies würde den Netzen die Übernahme von Arztsitzen ermöglichen und damit die Chance, einen echten Beitrag zur Sicherstellung der regionalen Versorgung zu leisten. Darüber hinaus würde dadurch die Übertragbarkeit von Best Practice- Beispielen mit hohem Versorgungsnutzen erleichtert und möglichen Verlagerungen ambulanter Vertragsarztsitze in den stationären Bereich entgegengewirkt werden.“

Bedenken aus Politik und Selbstverwaltung, Arztnetze würden über keine ausreichend professionellen Strukturen verfügen, hält Jäger vor, dass mit dem § 87b SGB V bereits objektiv prüfbare Kriterien für professionelle Strukturen vorliegen würden. Dr. Jäger weiter: „Das Argument, dass durch den Leistungserbringerstatus für Netze kapitalstarken Investoren Türen und Tore für den Einstieg in die ambulante Versorgung geöffnet werden, können wir nicht ganz nachvollziehen. Zahlreiche Beispiele belegen, dass kapitalstarke Investoren keine Netze dafür benötigen, um ambulant tätig zu werden – die jüngsten Entwicklungen in der Trägerschaft von Dialyseeinrichtungen sind hier nur ein Beispiel.“

Durch die derzeitige Situation werde häufig nach Zwischen-Lösungen gesucht: „Kommunen beispielsweise haben die Möglichkeit, Vertragsarztsitze zu erwerben und Ärzte nach § 105 (5) SGB V anzustellen. Meist fehlt es Kommunen aber an Know how zum Betrieb von Arztpraxen und es entstehen in Zusammenarbeit mit Arztnetzen punktuell Kooperationsmodelle. Diese basieren meist auf persönlichen Kontakten und Vertrauen und sind daher kaum skalierbar. Für diese regionalen Versorgungsprobleme Lösungen zu finden, ist unser wichtigstes politisches Anliegen, das nach unserer Auffassung auch durch die Aufnahme der Ärztenetze in den § 105(5) SGB V erreicht werden könnte.“, so Carsten Jäger.

Diesen Lösungsweg griffen Dr. Bernhard Gibis, Leiter des Dezernats Ärztliche Leistungen und Versorgungsstruktur der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Frau Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, auf. Für sie seien nach Gemeinschaftspraxen und MVZ die Praxisnetze die „logische Weiterentwicklung“ der vernetzten Versorgung. Dr. Gibis stellte den Vorschlag, Praxisnetze in den Paragraf 105, Absatz 5 des SGB V aufzunehmen zur Diskussion und erhielt hier Zustimmung von Frau Dr. Schliffke. Im § 105 (5) SGB V heißt es: „Kommunen können mit Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigung in begründeten Ausnahmefällen eigene Einrichtungen zur unmittelbaren medizinischen Versorgung der Versicherten betreiben.“ So könne man erste Erfahrungen sammeln und für Vertrauen in der Politik sorgen.

Ein weiteres Panel widmete sich dem Thema „Vernetzte Pflege“. Hier berichtete Markus Knöfler über den geplanten Start der im Netz „MuM - Medizin und Mehr“ in Bünde entwickelten Elektronischen Visite (elVi) in Einrichtungen der stationären Pflege im Praxisnetz Herzogtum Lauenburg. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der AOK Nordwest und der Kassenärztlicher Vereinigung Schleswig-Holstein durchgeführt wird, soll im April an den Start gehen. Los geht es in fünf Pflegeeinrichtungen in Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek, Berkenthin und Geesthacht. In drei Jahren sollen zwei Drittel der 43 Einrichtungen des Kreises mit elVi erreicht werden. Zunächst können nur AOK-Mitglieder teilnehmen, bei Erfolg soll die E-Visite auf alle Patienten ausgeweitet werden.

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