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Praxisnetze zählen zu den Innovationsmotoren des deutschen Gesundheitswesens. Was notwendig ist, um die koordinierte Patientenversorgung in den Regionen weiter zu stärken, hat die Agentur deutscher Arztnetze in ihrem Grundsatzprogramm zur Bundestagswahl 2017 formuliert.

Stellungnahmen

Als Interessenvertreter der Praxisnetze und Gesundheitsverbünde in Deutschland äußert sich die Agentur deutscher Arztnetze zu Gesetzesinitiativen und gibt zu den Entwürfen eigene Stellungnahmen ab.

Innovative Netzprojekte

Ärztenetze sind Brutstätten für innovative Versorgungsideen. Hier werden Projekte entwickelt, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Patienten mit neuen Techniken und Therapien eingehen. Unter der neuen Rubrik "Projekte aus den Netzen" zeigen die Mitgliedsnetze, welche Lösungen sie entwickelt haben. 

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Gesundheitsnetz startet innovatives Chroniker-Programm

Hausach, 09. März 2016 - Die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal bietet Menschen mit chronischen Erkrankungen und deren Angehörigen ein Selbstmanagement-Programm an, welches an der US-amerikanischen Universität Stanford entwickelt wurde. Das Kinzigtaler Ärztenetz ist Partner der OptiMedis AG, die zu den ersten Mitgliedern der Agentur deutscher Arztnetze zählt.

Kursleiterschulung der Selbsthilfe-Initiative (© Gesundes Kinzigtal)

Die Patienten sollen mithilfe von sechswöchigen Kursen zu einem kompetenteren Umgang mit ihrer Krankheit befähigt werden. Das Programm ist eine Ergänzung zur medizinischen Versorgung und Therapie. „Ich verspreche mir von dem Selbstmanagement-Programm für die Patienten mehr Wissen und Verständnis für die eigene Krankheit sowie einen sicheren und aktiven Umgang mit der Erkrankung“, betont Dr. Brigitte Stunder, Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Zell a. H. Der erste Kurs startete am 26. Februar in Hausach, an dem acht Frauen mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten wie Diabetes, Schlaganfall, Hypertonie oder Depressionen teilnahmen. Von den Kursen können Menschen sowohl mit körperlichen oder seelischen Erkrankungen als auch deren Angehörige und Freunde profitieren.

Innovatives Element für das deutsche Gesundheitswesen
Die Kurse finden im Rahmen des Selbstmanagement-Programms INSEA „Gesund und aktiv leben“ statt. Dieses orientiert sich hinsichtlich Kursinhalten und -aufbau an dem Chronic Disease Self-Management Program (CDSMP) der Universität Stanford. Studien belegen positive Wirkungen des CDSMP sowohl auf den Gesundheitsstatus der Patienten als auch auf die Zahl der Krankenhaus-Notfälle. Die Kurse sind krankheitsübergreifend für jeweils gut ein Dutzend Personen konzipiert. Sie finden über einen Zeitraum von sechs Wochen einmal wöchentlich statt. Auf der Grundlage eines Handbuches werden vielfältige Inhalte zu Ernährung, Bewegung und Entspannung vermittelt. „Die Teilnehmer erarbeiten in jeder Kurssitzung für sich einen Handlungsplan, der ihnen hilft, eigene Ziele in kleinen Schritten zu erreichen. Beispielsweise können sie Gespräche über ihre Erkrankung mit Angehörigen oder Arbeitskollegen trainieren, oder sie lernen für sich, Bewegung oder eine spezielle Ernährung besser in ihren Alltag zu integrieren“, sagt Janina Stunder, Projektleiterin bei der Gesundes Kinzigtal GmbH.

Gleichbetroffene als Kursleiter
Geleitet wird jede Gruppe von zwei Kursleitern: einer professionellen Fachkraft, beispielsweise einer Medizinischen Fachangestellten, und einer Person, die direkt oder indirekt von einer chronischen Erkrankung betroffen ist. „Der Ansatz, neben Professionellen auch Gleichbetroffene, so genannte Peers, in die Kursleitung einzubeziehen, stellt eine wichtige Innovation in der Versorgung von Chronikern dar,“ schildert Helmut Hildebrandt, Vorstand der OptiMedis AG und Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH. Kursleiter im Kinzigtal kann werden, wer eine viertägige Weiterbildung erfolgreich absolviert hat. Dies trägt ebenso zur Qualitätssicherung des Programms bei wie die Evaluation durch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die die Teilnehmer umfassend vor und nach der Kursteilnahme befragt. Die Evaluation umfasst unter anderem Fragen zur Teilnahmemotivation, zu Einschränkungen im Alltag, zur Zufriedenheit mit dem Kurs, zum Gesundheitszustand sowie zur Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen.

Das Selbstmanagement-Programm im Kinzigtal wird für drei Jahre gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung und die Barmer GEK. In dieser Zeit wird Gesundes Kinzigtal insgesamt 18 Kurse anbieten. Die Kurse sind für die Teilnehmer kostenlos. Teilnehmen kann jeder Bürger, unabhängig von der Art seiner Versicherung. „Mit der Förderung von Gesundes Kinzigtal als Standort erproben wir erstmals die Umsetzung der Selbstmanagement-Kurse unter den Bedingungen einer Integrierten Versorgung“, unterstreicht Dr. Gabriele Seidel von der Nationalen INSEA-Koordinierungsstelle an der MHH. INSEA steht für „Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben“ und wurde 2014 in Deutschland untern anderem von der Schweizer Careum-Stiftung, Robert-Bosch-Stiftung, Barmer GEK und MHH gegründet.

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Seit 2013 können die Kassenärztlichen Vereinigungen Praxisnetze als solche anerkennen. Die Agentur deutscher Arztnetze führt eine Übersicht zum Stand der Anerkennung in Deutschland.

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