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Praxisnetze zählen zu den Innovationsmotoren des deutschen Gesundheitswesens. Was notwendig ist, um die koordinierte Patientenversorgung in den Regionen weiter zu stärken, hat die Agentur deutscher Arztnetze in ihrem Grundsatzprogramm zur Bundestagswahl 2017 formuliert.

Stellungnahmen

Als Interessenvertreter der Praxisnetze und Gesundheitsverbünde in Deutschland äußert sich die Agentur deutscher Arztnetze zu Gesetzesinitiativen und gibt zu den Entwürfen eigene Stellungnahmen ab.

Innovative Netzprojekte

Ärztenetze sind Brutstätten für innovative Versorgungsideen. Hier werden Projekte entwickelt, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Patienten mit neuen Techniken und Therapien eingehen. Unter der neuen Rubrik "Projekte aus den Netzen" zeigen die Mitgliedsnetze, welche Lösungen sie entwickelt haben. 

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Gesundes Kinzigtal von Bundeswirtschaftsministerium geehrt

Berlin/Hausach, 21. Oktober 2016 - Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die von ihr gegründete Initiative Intelligente Vernetzung haben Gesundes Kinzigtal mit dem ersten Preis des Wettbewerbs „Intelligente Regionen Deutschlands“ ausgezeichnet. Gesundes Kinzigtal konnte sich bei diesem bundesweiten Innovationswettbewerb gegenüber 100 Mitbewerber durchsetzen. Gesundes Kinzigtal ist Partner der OptiMedis AG, die zu den ersten Mitgliedern der Agentur deutscher Arztnetze zählt.

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, zeichnete die Preisträger gestern, am 20. Oktober 2016, im Rahmen der Konferenz „De.digital: Intelligente Vernetzung in Deutschlands Regionen“ der Initiative Intelligente Vernetzung in Berlin aus.

„In Zukunft müssen wir digitale Möglichkeiten viel stärker nutzen, um die Dienstleistungen im Gesundheitsbereich – in der Stadt und auf dem Land – sinnvoll zum Wohle der Patienten zu verknüpfen. Hier ist das Netzwerk Gesundes Kinzigtal Vorbild und Vorreiter: Ein Netzwerk von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten und anderen Gesundheitsdienstleitern arbeitet auf Basis einer elektronischen Gesundheitsakte eng zusammen. So können Doppeluntersuchungen verhindert, Prävention gefördert und eine optimale Versorgung der Patienten sichergestellt werden“, begründete Jurymitglied Dr. Daniela Brönstrup, Leiterin der Abteilung Ordnungsrahmen Digitalpolitik, Postpolitik, Internationales, Medien im Bundeswirtschaftsministerium, die Auszeichnung an Gesundes Kinzigtal.

Im Kinzigtal frühzeitig auf digitale Vernetzung gesetzt
Zu den technischen Innovationen im Kinzigtal zählt unter anderem eine digitale Vernetzungs- und Kommunikationslösung, die Gesundes Kinzigtal gemeinsam mit einem Industriepartner entwickelt hat. Diese umfasst eine praxisübergreifende elektronische Patientenakte sowie digitale Behandlungspfade. Kinzigtäler Patienten sollen zukünftig einen Zugang zu ihrer praxisübergreifenden Patientenakte erhalten. Darüber hinaus lobte die Jury auch die Forschungsaktivitäten von Gesundes Kinzgital, um neue Erkenntnisse für die Versorgung zu gewinnen. Gesundes Kinzigtal war und ist an einer Vielzahl nationaler und europäischer Forschungsprojekten beteiligt, zum Beispiel an der Erprobung von digitalen Assistenzleistungen in der eigenen Häuslichkeit (Ambient Assisted Living) oder an der digitalen Vernetzung von Arztpraxen und Pflegediensten.

Dr. h.c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH und Vorstand der OptiMedis AG, betonte bei der Auszeichnung in Berlin: „Gesundheitsversorgung von heute kann nicht auf der Technologie von gestern aufgebaut werden. Was heute in vielen Wirtschaftsbereichen selbstverständlich ist und woran unter dem Begriff Industrie 4.0 gearbeitet wird, müssen wir auch im Gesundheitswesen entwickeln. Dazu gehört auch, dem Patienten einen direkten Zugriff auf seine Daten zu gewähren.“

Martin Wetzel, Vorsitzender des Ärztenetzes MQNK und Allgemeinmediziner aus Hornberg, unterstrich: „Eine patientenorientierte Versorgung benötigt intelligente, vernetzte Kommunikationsstrukturen. Diese basieren auf gegenseitigem Vertrauen, was regional besser geht. Eine schnelle Breitband-IT-Struktur ist dafür Voraussetzung.“

Die Fachjury bestand aus Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums, der Initiative Intelligente Vernetzung, des Deutschen Städtetags, des Deutschen Landkreistags und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Die Initiative Intelligente Vernetzung wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gegründet. Ihr Ziel ist, die Strategie Intelligente Vernetzung, die die Bundesregierung im Rahmen der Digitalen Agenda verabschiedet hat, zu unterstützen. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Partnern aus Unternehmen, Behörden, Forschungsinstitutionen und Verbänden fördert die Initiative die Digitalisierung zentraler Infrastrukturbereiche wie Bildung, Energie, Gesundheit, Mobilität und Verwaltung. Weitere Informationen zur Initiative Intelligente Vernetzung finden sich unter www.netze-neu-nutzen.de.

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