Neues Versorgungsmodell für chronisch Kranke in Brandenburg

Potsdam, 28. April 2008 – Ein neues Modell zur Versorgung insbesondere chronisch Kranker haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg, die AOK Brandenburg und die Barmer Krankenkasse begonnen. Außerdem beteiligen sich das Ärztenetz Integrierte Versorgung Belzig e.V. (IVB) und das Ärztenetz Südbrandenburg (ANSB) daran.

„Die Behandlung der chronisch Kranken wird von einem sogenannten Fallmanager, in der Regel der behandelnde Hausarzt, koordiniert – das heißt, Arzt-Termine werden aufeinander abgestimmt, mögliche Krankenhauseinweisungen oder Konsultationen von Pflegediensten abgesprochen und organisiert, die Einnahme von Medikamenten überwacht oder auch in speziellen Fallkonferenzen die bestmögliche Behandlung des Patienten besprochen“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Helming. Das Programm namens Pro MED plus biete außerdem spezielle Schulungsangebote bei chronischen Erkrankungen und Ernährungsberatungen an.

„Diese neue Versorgungsform kann von jedem Versicherten der beiden Kassen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, in Anspruch genommen werden. Besondere Zielgruppe sind jedoch die chronisch Kranken. Sie, die regelmäßig ärztlicher Leistungen bedürfen, profitieren auch in besonderem Maße von diesem Angebot aus einer Hand“, betonte Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer der Barmer Berlin/Brandenburg. © hil/aerzteblatt.de